
Georges de La Tour: Der Falschspieler mit dem Karo-Ass
um 1636–1640 · Öl auf Leinwand, 106 × 146 cm · Musée du Louvre, Paris
Drei Betrüger und ein reicher Jüngling. Der Falschspieler links zieht das Karo-Ass aus dem Gürtel, die Kurtisane in der Mitte gibt das Zeichen, die Magd schenkt nach. Nur der Jüngling rechts schaut auf seine Karten und ahnt nichts. Gespielt wird vermutlich „Siebzehn und Vier“ – für die 21 mit zwei Karten braucht man genau ein Ass.
Das Beste ist der Blick: Der Falschspieler schaut aus dem Bild heraus. Dich an. Er lässt Dich in seine Karten sehen und macht Dich damit zum Mitwisser. Man vermutet übrigens, dass La Tour sich selbst als den Betrüger gemalt hat.
Bei uns ging es um A/B-Tests, die über Google Analytics ausgewertet werden. Da sitzt auch jemand am Tisch, der die Karten zinkt – nur schaut der Dich nicht an. Er zeigt Dir einfach ein Ergebnis und erwähnt nicht, dass 86 % der Karten fehlen.
